BDSM-Romane – manche mögen’s halt härter

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BDSM Romane sind zum Schreien! Die Peitsche – die Fessel – die Knulle. Warum sind BDSM Romane nur für ein bestimmtes Publikum gedacht? Ganz klar! Sado Maso ist nicht Jedermannssache.

BDSM Romane

Viele kaufen BDSM Romane nicht im Buchhandel. Es ist diskreter. Denn wenn zufällig mal der Nachbar vorbeischaut, fühlen manche ein Gefühl von Pein. Doch darum geht es ja. Manche kaufen BDSM Romane nur dort, weil sie erwischt werden wollen und misshandelt und ausgepeitscht. Kleiner Scherz.

E L James

Fifty Shades of Grey


Claire Scott

Pflaumenlila


Wofür steht BDSM?

BDSM steht für „Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“. Ganz im Stile Sades. BDSM Romane handeln von Sexualvorlieben, die angeblich 2-62 % der Bevölkerung haben.

Was bedeutet Sadismus und Masochismus?

Bereits bei Iuvenal und Petronius findet sich die Peitsche, die zur sexuellen Erregung führt.

BDSM Romane werden einem immer größerem Publikum zugänglich.

Masochistisch und Sadistisch kommen von zwei Autoren.

Die beiden in dieser Verbindung enthaltenen Wörter „Sadismus“ und „Masochismus“ wurden ursprünglich von den Namen zweier Autoren abgeleitet. Sade (1740–1814) schrieb nicht nur Romane, sondern übte sexuellen Sadismus sogar aus. „Masochismus“ ist nach Leopold von Sacher-Masoch benannt. Er schrieb Romane über masochistische Phantasien.

Sade hat demonstriert, in welche Abgründe der Mensch fallen kann. Die Begriffe wurden jedoch nicht für BDSM Romane benutzt. Erst später kam diese Zuteilung.

BDSM Romane sollen vor Lust überlaufen. Während Sex-Romane den Akt in den Vordergrund stellen, ist bei BDSM Romanen das Warum? wichtig.

Manchmal gab es schon Probleme mit Gesetzen.

„Vor Deleuze hatte Sartre […] seine eigene Theorie des Sadismus und Masochismus vorgestellt, auf die sich wahrscheinlich Deleuzes dekonstruktives Argument da ja richtete, das die Symmetrie der beiden Rollen aufhob. Aufgrund der Freude oder Macht, die Opferfiguren im Sadismus und Masochismus betrachten, konnte Sartre diese Phänomene mit seiner berühmten Philosophie des „Blicks des Anderen“ verbinden. Sartre argumentierte, dass der Masochismus ein Versuch des „Für-sich“ (Bewusstseins) ist, sich auf nichts zu reduzieren und ein Objekt zu werden, das vom „Abgrund der Subjektivität des Anderen“ übertönt wird. Damit meint Sartre, dass angesichts des Wunsches des „Für-sich“, einen Standpunkt zu erreichen, in dem es sowohl Subjekt als auch Objekt ist, eine mögliche Strategie darin besteht, jedes Gefühl und jede Haltung, in der das Selbst erscheint, zu sammeln und zu intensivieren als ein Objekt, das abgelehnt, geprüft und gedemütigt werden soll; und auf diese Weise strebt das Für-sich nach einem Standpunkt, in dem es nur eine Subjektivität in der Beziehung gibt, die sowohl die des Missbrauchers als auch die des Missbrauchten wäre.“

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